Hunderassen der Schlittenhunde in Skandinavien

„Solche Hunde, die schwere Zeiten und mühsame Arbeit des Menschen teilen, können nicht einfach nur als Tiere angesehen werden. Sie sind Helfer und Freunde. Man kann kein Haustier aus einem Schlittenhund machen: diese Tiere sind sehr viel mehr wert“ Zitat von Helmer Hanssen.

 

Geschichte der Hunderasse

Die Schlittenhunde leben seit mehr als 4000 Jahren als treuer Begleiter an der Seite der Menschen. In der Vergangenheit zogen die Hunde die Schlitten der indigen Völkerstämme und Nomadenvölker in Sibirien. Ursprünglich wurden die Hunderasse gezüchtet um die Völker bei den weiten Reisen für die Jagd zu unterstützen. Unter arktischen Bedingungen sicherten die Tiere ihren Besitzern das Überleben. Die Hunde, die die höchste Leistungen erbrachten, ausdauernd und gesund waren wurden ausgewählt. Aus den damaligen Schlittenhunden entstanden die vier offiziell anerkannte Huskyrassen: Siberian Husky, Alaskan (Malamut) Husky, Grönlandhund und Samojede. Später übernahmen die Eisenbahnen und Motorschlitten die meiste Arbeit der Hunde. Anschließend nutzten die weißen Goldgräber in Alaska diese Hunderasse für Wettrennen. Die Hundeschlittenfahrt war geboren.

 

Geforderte Eigenschaften der Hunderasse

Von Huskies werden hohe körperliche und mentale Fähigkeiten verlangt. Der unbedingte Laufwille und die Leistungsbreitschaft müssen auch unter härtesten klimatischen Bedingungen erhalten bleiben. Die Hunde müssen starke körperliche Belastungen aushalten und den Kommandos des Mushers folge leisten. Die Umsetzung der Kommandos und das selbstständige Finden der Trails sind Grundvoraussetzungen. Gleichzeitig zeichnet einen guten Schlittenhund ein ausgeprägtes Sozialverhalten, enormer Tatendrang, geringe Schmerzempfindlichkeit und ein gutes Herz-Kreislauf-System aus. Dies erlaubt den arbeitenden Hunden trotz aller Anstrengungen mit wenig Futter auszukommen. Die meisten Huskies sind freundlich und sanftmütig.

 

Siberian Husky

Die Siberian Huskies sind die kleinsten und leichtesten der Rasse. Sie sind besonders schnell, leichtfüßig und wendig. Vor allem in ebenen Gebieten wie Finnisch Lappland kommt der Siberian Husky oft zum Einsatz. Diese Hunderasse ist das Vollblut unter den Huskies und ist mit seinen meist verschiedenfarbigen Augen, dem schwarzschattigen, wolfsgrauen oder weißen Fell der attraktivste Husky. Durch das ausgewogene Verhältnis von Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Intelligenz gehört der Siberian Husky zu den beliebtesten Huskyarten im Norden.

 

Alaskan Husky

Der Alaskan Husky wird auch die „Lokomotive des Nordens“ genannt und ist der älteste Schlittenhund der Arktis. Die Hunde gibt es mit verschiedenen Fellfarben, mit Steh- und Schlappohren und verschiedener Felllänge. Der Alaskan Husky ist besonders für seine Leistungsfähigkeit bekannt. Er ist der kräftigste der Huskyrassen. Diese Huskyrasse steht für Effizienz und Kraft, nicht für Schnelligkeit. Der Alaskan Husky eignet sich hervorragend für Husky Expeditionsreisen in den arktischen Weiten.

 

Grönlandhund

Die genügsamen und ausdauernden Hunde wurden immer wieder erfolgreich für Nord- und Südpolexpeditionen eingesetzt. Die überragenden körperlichen Fähigkeiten des Grönlandhundes machen ihn zu einem optimalen Gefährten für Expeditionen. Der erfolgreichste Forscher Roald Amundsen wurde auf seiner Entdeckungsreise von Arktis und Antarktis von Grönlandhunden begleitet.

 

Samojede

Dieser ausdauernden Husky benötigt viel Bewegung und wird daher meist bei langen Exoeditionsreisen eingesetzt. Mit seinem prachtvollen weißen Fell zählt der Samojede mit zu den beliebtesten Huskyrassen. Er ist dem Menschen gegenüber meist aufgeschlossen und fröhlich. Er neigt jedoch auch gelegentlich zu Eigenwilligkeit und ist sehr temperamentvoll.