Mývatn REGION - spektakuläre Sehenswürdigkeiten & wunderschöne Natur

Die Region Mývatn liegt im Nordosten Islands und bietet eine einzigartige Natur und einige der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Das Gebiet zählt zu den aktivsten Vulkangegenden der Erde und beheimatet die dichteste Flora und Fauna Islands. Geprägt von diesen Kontrasten, ist diese Region einzigartig. Das ganze Gebiet ist vulkanisch aktiv, da die Grenze zwischen der Eurasischen und der Amerikanischen Kontinentalplatte dort verläuft. Die letzten Vulkanausbrüche ereigneten sich in den Jahren 1975 und 1984.

In der Region Mývatn liegen viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die meisten Berge rund um den See Mývatn wurden in Eruptionen unter den Gletschern vor einigen tausend Jahren erschaffen. Diese Berge lassen sich leicht erreichen und besteigen, der Ausblick von ihren Gipfeln ist atemberaubend.

Das wohl berühmteste Gewässer im Nordosten Islands ist der Myvatn-Lake, der auch „Mückenwasser“ genannt wird und der viergrößte See Islands ist. Millionen von kleinen Mücken gehen im Sommer am See auf Partnersuche. Die Mückenschwärme sind teilweise so dicht, dass schon einige Male die Feuerwehr gerufen wurde, da die Tiere von der Ferne her wie Rauchsäulen aussehen. Dieses Naturschauspiel kann während der Sommermonate bestaunt werden. Ursache für die riesige Mückenpopulation ist die geringe Tiefe des Mývatn-Sees von durchschnittlich nur 2,5 Metern und die vergleichsweise hohen Wassertemperaturen durch die heißen Quellen unter dem See. Die Larven der Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für eine große Fischpopulation und zahlreiche Entenarten.

Ein weiteres Highlight ist der Krafla. Bei der Krafla handelt es sich um ein Vulkansystem von ca. 100 km Länge. Der gleichnamige Zentralvulkan ist über 200.000 Jahre alt und beherrscht mit zahlreichen Kratern die Mývatn-Region. Der Víti ist ein vulkanischer See, der genau am Krafla liegt. In der Isländischen Mythologie wurden in dem See die Eingänge in die Hölle vermutet.

Beeindruckend sind auch die zahlreichen Wasserfälle, die das Gebiet überziehen. Besonders die Wasserfälle Dettifoss und Aldeyjarfoss erweisen sich als besonders reizvoll. Während der Dettifoss mit 45 Metern Falltiefe einfach gigantisch und spektakulär ist, punktet der Aldeyjarfoss durch den reizvollen Kontrast zwischen den schwarzen Basaltsäulen die ihn umranden und dem schäumenden weißen Wasser.

Ein weiterer spektakulärer Vulkan ist der Hverfjall. Der Hverfjall (oder auch Hverfell) ist ein ehemaliger Explosionsvulkan, der relativ einfach bestiegen werden kann. Der Hverfjall-Krater besteht nicht nur aus einem Vulkanloch. Ein Trampelpfad führt am Kraterrand entlang, sodass man die atemberaubenden Aussichten in alle Himmelsrichtungen genießen kann. Der Hverfjall liegt nördlich der Dimmubórgir, die Dunklen Burgen Islands. Ein Naturschutzgebiet mit ausgesprochen bizarren Felsformationen aus Lava, die an Ruinen einer Burg erinnern. Zur gleichen Zeit wie die Dimmuborgir entstanden am Südufer des Sees bei Skútustaðir zahlreiche kleine Krater. Die Krater standen niemals mit einer Magmakammer in Kontakt und haben auch nie selbst Lava gefördert. Dennoch wurden durch Dämpfe kraterförmige Öffnungen in die Lavadecke gesprengt. Sie werden deshalb als Pseudokrater bezeichnet.

Ein weiterer spektakulärer Wanderweg führt durch das Gebiet des Solfatarenfeld Námaskarð. Hier raucht, zischt und brodelt es wie in einer Hexenküche – und über allem liegt der Geruch von Schwefel. die Gegend  rund um das Solfatarenfeld ist ein Thermal-Gebiet, in dem bis zu 100ºC heißer Schlamm im Untergrund rumort. Der abgelagerte Schwefel lässt das Gebiet in den unterschiedlichsten Farben schimmern. Die Wege durch das Gebiet sind mit Schildern und Seilen abgegrenzt. Es ist dringend ratsam, die vorgegebenen Wege nicht zu verlassen, da die Decke über den heißen Schlammlöchern an vielen Stellen sehr dünn ist. Beim Betreten würde die Decke nachgeben.

Um sich von den vielen Wanderungen entlang der Vulkane zu erholen, ist das Mývatn Nature Bath der perfekte Ort dafür. Es liegt an der Ostseite des Mývatn und wurde im Jahr 2004 eröffnet. Ähnlich wie in der Blauen Lagune wird mineralienreiches Wasser in die Becken geleitet, welche unterschiedliche Temperaturen haben.