Wie fotografiert unsere Mitarbeiterin Heike Gartz die Nordlichter?

  • Kamera und Einstellungen
  • Auswahl der Hintergrundmotive
  • Geduld ist gefragt
  • Noch besser: Nordlichtjagd im warmen Glasiglu

 

...indem Sie aktiv sind, d.h. schnallen Sie sich ein paar Schneeschuhe an und wandern in die lichtarme Umgebung der Hotels. Mit der richtigen Winterkleidung und etwas Geduld wird die Nordlichttour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Bei vielen Hotels gibt es Schneeschuhe zum ausleihen, manchmal sind sie sogar im Preis inbegriffen. Selbst wenn das Polarlicht Glück ausbleibt, werden Sie vielleicht von einem einzigartigen Sternenhimmel verwöhnt. Außerdem ist es umso schöner, wenn Sie nach einer Frischluftaktivität in die mollig warme Unterkunft zurückkehren, vielleicht noch einen Saunagang anhängen oder am knisternden Kamin entspannen.

Besonders in den größeren Städten wie Rovaniemi oder Tromsø werden viele geführte Nordlichtsafaris angeboten. Auch diese Ausflüge erhöhen Ihre Chancen auf die leuchtenden Himmelsspektakel, denn Sie werden von Experten zu den wahrscheinlichsten Orten der Nordlicht Beobachtung geführt.

Wie fotografiert unsere Mitarbeiterin Heike Gartz die Nordlichter?

Ein Traum - die faszinierenden Nordlichter im Bild festhalten! Das Leuchten der Polarlichter mit Handy oder Kamera einzufangen, ist ein tolles Erlebnis. Viel Zeit hat man dabei nicht, denn das Flackern am Himmel ist oft schnell vorbei. Um so wichtiger ist es, dass die Einstellungen stimmen und der Umgang mit Handy oder Kamera vertraut sind. Für das Nordlichtfoto stellt man bei Mobilgeräten die Kamerafunktion auf Langzeitbelichtung und Nachtmodus. Eine hohe Bildqualität kann man damit aber nicht erzielen.

Kamera und Einstellungen

Ambitionierte Fotografen nehmen für die Polarlichtjagd mehr Equipment mit. Für die Nordlichter-Fotografie empfiehlt sich eine Kamera mit Vollformatsensor und ein Weitwinkelobjektiv z.B. 14mm mit einer lichtstarken Linse (f/2,8 oder lichtstärker). Dann hat man einen großen Himmelsausschnitt und durch die mögliche kürzere Belichtungszeit bleiben die Sterne Punkte und mutieren nicht zu Strichen. Zudem bleiben die Polarlichter klar und verwischen nicht. In der Regel beträgt die Belichtungszeit zwischen 1 und 20 Sekunden. Der Autofokus funktioniert in der Nordlichtnacht nicht, um die "launische Dame" Aurora Borealis einzufangen. Tipp: Die Kamera auf den manuellen Fokus umstellen, an einem hellen Stern scharf stellen, eine Probeaufnahme machen und dann die Belichtung in der Bildkontrolle der Kamera überprüfen. Auf dem leuchtenden Display der Kamera wirken die Polarlicht Aufnahmen heller als sie sind. Eine regelmäßige Überprüfung in der Bildkontrolle hilft. Der ISO Wert liegt in der Regel zwischen 800 und 6400. Ist man sich nicht sicher, helfen ein paar Aufnahmen mit der ISO-Automatik der Kamera. An den angezeigten Werten orientiert man sich dann. Und noch etwas: Fotografieren im RAW-Format hat gegenüber dem JPG-Format große Vorteile. Es speichert mehr Bildinformationen zum Polarlichtfoto. Zudem kann im Bildbearbeitungsprogramm ein Bildrauschen unterdrückt werden und der Weißabgleich kann besser angepasst werden. Diese Funktionen sind bei komprimierten JPG-Fotos nur begrenzt möglich.

Auswahl der Hintergrundmotive

Wer mehrere Tage an einem Ort verbringt, der macht sich gleich Gedanken über sein potenzielles Polarlicht-Lieblingsmotiv. Ob es imposante Felsformationen sind, eine mystisch anmutende Hütte, knorrige Bäume oder auch Nordlichter, die sich im Wasser spiegeln... gehen Sie wachen Auges durch die Landschaft. Und: Gehen Sie auch einmal in der Nacht heraus, wenn es keine Polarlichtprognose gibt. Ein klarer Sternenhimmel oder eine schöne Vollmondnacht in den Weiten Lapplands werden Sie begeistern!

Geduld ist gefragt

Bei den Polarlichtern ist Geduld gefragt. Ist der Himmel wolkenfrei und der prognostizierte KP-Index (geomagnetische Aktivität) hoch, stehen die Chancen gut. Dann ab in die warme Kleidung, die fertig gepackte Fotoausrüstung greifen (Kamera, Akkus, Stativ und Timer-Fernbedienung) und mit der Stirnlampe (mit Rotlichtfunktion) hinaus. Praktisch für die Einschätzung sind eine Wetterapp und eine App für die Polarlichtprognose. My Aurora Forecast ist beispielsweise eine gute App für die Nordlichtvorhersage.

Mit einer Portion Glück ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat das richtige Motiv, um die faszinierenden Polarlichter einzufangen.


Weitere Infos zu unseren Nordlichter Reisen in Rovaniemi oder Tromsø:

Noch besser: Nordlichtjagd im warmen Glasiglu

Unter der Rubrik NORDLICHTER: Glasiglu Urlaub haben wir Ihnen die schönsten Reisen mit Übernachtungen in den berühmten Glasiglus zusammengestellt.


Eine Auflistung unserer individuellen Reisen nach Lappland im Winter finden Sie hier: